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Schön, dass Sie sich für uns und unseren Forstbetrieb interessieren!


Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie gerne mit uns und unseren Arbeiten rund um den Lebensraum WALD vertraut machen.
Ob Waldbewirtschaftung, Gutachten, Holzvermarktung oder ein schönes Naturerlebnis für Klein & Groß mit unseren Eseln Speedy und Gonzales – als zertrifizierter Forstbetrieb kümmern wir uns mit viel Herz, Wissen und Leidenschaft um Ihr Anliegen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim „Durchforsten“ unserer Seiten und stehen Ihnen gerne bei Fragen zur Verfügung!

Peter & Maria Meyer    
 

 

Neuigkeiten & Infos

18.May.2016
Die Erfindung der Nachhaltigkeit


Hans Carl von Carlowitz (1645 – 1714), Oberberghauptmann aus Freiberg/Sachsen, gilt als Begründer des Prinzips der „Nachhaltigkeit“. Angesichts der drohenden Energiekrise im 18. Jahrhundert erkannte er schon früh, dass Holz immer knapper wurde. Der Begriff der „Holznot“ machte die Runde. Vor gut 300 Jahren stand die industrielle Revolution am Anfang: Holz war der wichtigste Rohstoff. Nicht nur zum Bauen, sondern auch als Energielieferant zum Heizen und Kochen. Von Carlowitz war klar, dass auf diese Weise der geliebte Rohstoff in Zukunft fehlen würde. So entwickelte er die Idee der nachhaltigen Forstwirtschaft. Eine Bewirtschaftung von Wäldern war zu dieser Zeit noch völlig unbekannt. Was damals als „Wald“ bezeichnet wurde, wären für uns offene Parklandschaften mit Einzelbäumen. Die Lösung bestand bei von Carlowitz darin, nur so viel Holz zu schlagen, wie nachwächst. Dies führte dazu, dass in Deutschland wieder dichte Wälder wuchsen und heute z.B. im Saarland der Waldanteil bei deutlich über 30% liegt.
Seit den letzten großen Stürmen werden nun auch wieder Laubbäume gefördert. Deren Wachstum (mind. 100 - 120 Jahre) ist meist länger als das von Nadelholz (60 - 80 Jahre zur Hiebreife). Daher lässt sich Nadelholz (Fichte, Douglas, Kiefer etc.) billiger und schneller produzieren als Eiche und Buche.

Holz wird benötigt. Sei es für Papier oder Paletten, als Baumaterial von der Verschalung bis zum Schrank. Ganz klar auch für den vom Saarländer so geliebten Schwenker oder als Holzkohle zum Grillen. Dieses Holz muss beschafft werden. Es kommt aus unseren Wäldern. Natürlich können wir unsere Wälder unter Schutz stellen und einfach die Schönheit des Urwaldes genießen. Doch diese Maßnahme hätte auch eine Kehrseite: Arbeitsplätze gingen verloren. Die Wälder selbst würden durch immer mehr Totholz zwar artenreicher, aber bärgen auch mehr Gefahren wie abbrechende Äste und umstürzende Bäume. Hinzu kämen längere Transportwege. Ein weiteres Problem wäre, dass in anderen Regionen nicht so umsichtig gewirtschaftet wird wie in Deutschland. Bis heute gibt es in Mitteleuropa Länder, in denen Kahlschlag erlaubt ist.
Was wir Ihnen ans Herz legen möchten: Wer weder auf Holz verzichten will noch Wälder zerstören möchte, tut gut daran, deutsches Holz zu kaufen und genau auf die Herkunft von Holz und Holzprodukten zu achten.

 

Kleiner Exkurs:
In der Praxis gibt es mittlerweile Zuwachstabellen, in denen festgehalten ist, um wie viel ein Baum einer bestimmten Art in einem bestimmten Alter im Durchschnitt an Masse zulegt. Forstwirte ermitteln wie viele Bäume einer bestimmten Altersklasse und welcher Baumart je ha in "ihrem" Wald stehen. Dann wird festgelegt, wie viel Holz im kommenden Forstwirtschaftsjahr eingeschlagen werden darf, wo eventuell nicht die gewünschte Naturverjüngung hochkommt und deshalb nachgepflanzt werden soll.


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